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> These countries mostly have [...] the highest trust societies in the world, and, until recently, the moral high ground generally. At least the German society is fragmented into lots of milieus that rather distrust each other; see for example the following German article: > Jahrhundertaufgabe Migration: „Es gibt gar keine deutsche Gesellschaft mehr“ > https://www.focus.de/experts/sozialforscher-jahrhundertaufga... Important excerpt: "Ziel bleibt die deutsche Gesellschaft, aber diese deutsche Gesellschaft, wie sie lange Zeit existierte – zwar nicht homogen, aber durch gemeinsame Werte und Normen zusammengehalten – hat sich grundlegend verändert. Der technologische Fortschritt, die Globalisierung und die zunehmende Individualisierung haben diesen Rahmen, der durchaus Integrationserfolge vorweisen konnte, aufgelöst und das Große und Ganze in viele Gesellschaften zersplittern lassen. Heute existiert keine Gesellschaft mehr, sondern zahlreiche Lebenswirklichkeiten, in der Regel Milieu genannt, nebeneinander, und jedes hat seine ureigenen Vorstellungen von einem richtigen und guten Leben. Eigene Normen, individuelle Verhaltensmuster sowie abweichende Wertevorstellungen. Das gab es vielleicht in größeren Blöcken schon immer, niemals jedoch in einer solchen Vielfalt der Unterschiedlichkeit und des Individualismus. Bleiben wir bei den klassischen Milieus, die sich gesichert nachweisen lassen. Hedonisten, die primär Spaß und Genuss suchen, haben andere Ziele als Prekäre, bei denen es teilweise um die nächste Mahlzeit geht. Traditionelle oder Post-Materielle präferieren völlig unterschiedliche Lösungen für Probleme. Man nehme hier die Energiewende, die genannten Abschiebungen oder die Gendersprache als Stichworte. Die adaptiv-pragmatische Mitte ist viel flexibler als die alte bürgerliche Welt oder das etablierte Establishment. So setzt sich das dann fort. Ja, es gibt Schnittmengen, aber manche Milieus sind so weit voneinander entfernt, dass der Konsens immer schwieriger zu finden ist. Das ist natürlich euphemistisch. In Wahrheit steht man sich heute erbittert, fast verfeindet gegenüber, besteht auf seine Meinung und zeigt häufig nur noch wenig Kompromissbereitschaft. Ein Blick in die Wirklichkeit sollte hier genügen. [...] Deutschland fehlt ein einheitlicher gesellschaftlicher Rahmen, der Normen und Werte vorgibt, auf die sich alle einigen können. Historische Narrative wie das Versprechen des sozialen Aufstiegs oder das Vertrauen in staatliche Institutionen verlieren an Strahlkraft, was die gesellschaftliche Kohäsion weiter schwächt. [...] Das Ergebnis muss dann eine Zunahme sozialer Spannungen sein, da noch mehr Gruppen mit unterschiedlichen Werten und Normen in einer Gesellschaft koexistieren, ohne sich gegenseitig zu verstehen oder zu akzeptieren. Schon bei der deutschen Gesellschaft führt dies zu heftigen Milieukämpfen, die kaum mehr kontrollierbar sind. Man betrachte nur die aktuelle Stimmung im Lande. Wollen wir noch zahlreiche weitere abgekapselte Lebenswirklichkeiten durch Untätigkeit schaffen?" |